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  • AutorenbildSabrina Ünal

Freelancing vs. Zeitarbeit: Was eignet sich für mich als Unternehmen?

In der sich stetig wandelnden digitalen Landschaft stehen Unternehmen heute vor der Herausforderung, die effizienteste Methode zur Personalbeschaffung zu wählen. Dabei greifen mittlerweile viele Unternehmen auf Freelancer zurück, während vor einiger Zeit stattdessen in erster Linie noch Zeitarbeiter beschäftigt wurden.


Zwischen Zeitarbeitsmodellen und Freelancing liegen jedoch deutliche Unterschiede vor, die wir im Folgenden thematisieren. Dabei gehen wir jeweils auf Vor- und Nachteile ein.


Was versteht man unter Zeitarbeitsmodelle?


In einer immer agileren Geschäftswelt wurde Zeitarbeit oft als Lösung für plötzliche Personalanforderungen betrachtet. Bei diesem Modell leihen sich Unternehmen für eine bestimmte Dauer externe Arbeitskräfte von Zeitarbeitsfirmen. Während dieser Ansatz zweifellos Flexibilität bietet, bringt er auch Nachteile mit sich: Zeitarbeitsverträge können kompliziert und zeitaufwändig sein, was die schnelle und effektive Bewältigung von Spitzenanforderungen behindern kann.


Im Detail lassen sich bei der Zeitarbeit folgende Vor- und Nachteile finden:


1) Vorteile


· Flexibilität


Zeitarbeitskräfte können kurzfristig und befristet eingesetzt werden, um temporäre Engpässe zu überbrücken.


· Kostenvorteile


In manchen Fällen kann Zeitarbeit kosteneffizienter sein als das dauerhafte Anstellen von Vollzeitmitarbeitern, besonders wenn es um kurzfristige Projekte geht.


· Vermittlung durch Dritte


Zeitarbeitsfirmen übernehmen die Suche, Auswahl und Verwaltung der Zeitarbeiter, was den Aufwand für das einstellende Unternehmen reduziert.


· Testphase möglich


Unternehmen können Zeitarbeiter später in eine Festanstellung übernehmen, wenn sie mit ihrer Leistung zufrieden sind.


Diesen Vorteilen stehen aber auch folgende Nachteile gegenüber:


2) Nachteile


· Mangelnde Loyalität

Da Zeitarbeiter nur zeitlich begrenzt in Unternehmen eingesetzt werden, fühlen sie sich oft weniger dem Unternehmen verbunden und sind daher nicht so loyal wie festangestellte Mitarbeiter oder Freelancer, die als Selbstständige darauf angewiesen sind, für gute Leistungen bezahlt zu werden.


· Qualitätsvarianz


Die Qualität der Arbeit von Zeitarbeitern kann in Zusammenhang mit dem letzten Punkt aufgrund fehlender Motivation durch geringe Verdienstmöglichkeiten und der lediglich befristeten Tätigkeit variieren.


· Potenzielle höhere Kosten


Manchmal können Zeitarbeitskräfte aufgrund von Vermittlungsgebühren und anderen Kosten auch teurer sein als festangestellte Mitarbeiter oder Freelancer.


· Interne Konflikte


Nicht selten fühlen sich Festangestellte durch den Einsatz von Zeitarbeitskräften bedroht, was zu Spannungen im Team führen kann.


Freelancing: Ein anderer Ansatz


Im Gegensatz zur Zeitarbeit steht das Freelancing. Hier bieten Einzelpersonen ihre Dienste direkt an die Unternehmen an, meist auf Projektbasis. Dieses Modell gewährt Freelancern ein hohes Maß an Selbstbestimmung und Autonomie. Besonders in technologieorientierten Branchen ist diese Methode in den letzten Jahren immer beliebter geworden, da sie sich gut in die digitale Arbeitsumgebung einfügt. So arbeiten beispielsweise Programmierer, Grafik Designer oder Texter als Freelancer für Unternehmen.


Diese wiederum profitieren von folgenden Vorteilen:


· Flexibilität


Unternehmen können Freelancer gezielt für spezifische Projekte oder kurzfristigen Engpässen engagieren, ohne sich langfristig zu binden – und das binnen kürzester Zeit. Bei Bedarf ist jedoch auch eine langfristige Zusammenarbeit definitiv möglich, wodurch eine gewisse Kontinuität in Projekten hergestellt wird.


· Kosteneffizienz


Im Vergleich zu festen Mitarbeitern können mit Freelancern oft Kosten für Sozialleistungen, einen Arbeitsplatz sowie andere Ausgaben gespart werden.


· Zugang zu spezialisiertem Wissen


Unternehmen können mit Freelancern Experten für bestimmte Projekte oder Aufgaben beauftragen, die sie intern vielleicht nicht an ihre Mitarbeiter übertragen können.


· Globale Reichweite


Dank digitaler Plattformen können Unternehmen unabhängig von geografischen Einschränkungen weltweit nach den benötigten Talenten suchen und so auch neue Perspektiven erhalten.



Die Rolle von Plattformen und Agenturen für Freelancer


Heute gibt es viele Plattformen und Agenturen, die als Vermittler zwischen Freelancern und Unternehmen dienen. Sie bieten in der Regel eine Datenbank mit einer Vielzahl von Freelancern aus verschiedenen Fachgebieten und mit diversen Fähigkeiten und Erfahrungen. Unternehmen können darüber zudem spezifische Projekte oder Aufgaben ausschreiben, auf die sich die Freelancer bewerben können.


Einige dieser Plattformen nutzen fortschrittliche Technologien, wie KI-gestützte Algorithmen, um Unternehmen und Freelancer basierend auf den Projektanforderungen und den Fähigkeiten des Freelancers optimal zusammenzuführen. Damit erhöhen die Plattformen zum einen die Flexibilität für Unternehmer, zum anderen werden für die Zukunft wertvolle Kontakte geschaffen.


Die Plattformen bringen genauer gesagt folgende Vorteile mit sich:


· Zeiteffizienz


Unternehmen können in kürzester Zeit geeignete Kandidaten für ihre Projekte finden, ohne den üblichen, aufwendigen Rekrutierungsprozess durchlaufen zu müssen. Diese Freelancer können bei Bedarf mehrmals engagiert werden.


· Große Talentpools


Sie bieten Zugang zu einem breiten Pool von Freelancern aus unterschiedlichen Fachgebieten und von verschiedenen geografischen Standorten.


· Flexibilität


Unternehmen können Projektanforderungen in ihren Ausschreibungen klar definieren und erhalten dazu passende Vorschläge oder Bewerbungen.


· Sicherheit und Vertrauen


Viele Plattformen verifizieren die Qualifikationen ihrer Freelancer und bieten zudem Bewertungssysteme, um die Qualität und Zuverlässigkeit der Arbeit ihrer Nutzer für die Unternehmen zu gewährleisten.


· Automatisierte Prozesse


Vom Matching bis zur Bezahlung können viele administrative Aufgaben automatisiert und mit wenig Zeitaufwand abgewickelt werden.


Wichtig bei der Zusammenarbeit mit diesen Plattformen ist lediglich, die möglicherweise anfallenden Gebühren zu berücksichtigen.


Fazit


Während Zeitarbeitsmodelle selbstverständlich ihre eigenen Vorteile haben, scheint Freelancing in der aktuellen digitalen Landschaft besser aufgestellt zu sein, um den Anforderungen moderner Unternehmen gerecht zu werden. Durch die Unterstützung entsprechender Plattformen und Agenturen wird zudem der Übergang und die Integration dieses Modells in bestehende Geschäftsprozesse erleichtert. So werden stets die passenden Freelancer für die jeweiligen Projekte gefunden.



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